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40 Jahre Stadtverband der Erlanger Kulturvereine

 

Als Anfang der 1970er Jahre aufgrund von Geld- und Besuchermangels traditionelle Veranstaltungen drohen abgesagt zu werden, kommt erstmals Druck zur stärkeren Zusammenarbeit in den Erlanger Vereinen auf. Es wird die Idee eines Vereinsrings entwickelt, um Veranstaltungstermine zu koordinieren und gemeinsame Veranstaltungen zu arrangieren. Am 30. Juni 1975 gründen 13 Vereine den „Stadtverband sozio-kultureller Vereine“ und wählen Hans Stamm vom Trachtenverein zum Im städtischen Freizeitamt laufen zu Beginn die Fäden zusammen, mit Beginn des Jahres 1977 bringt sich zunehmend das Kulturamt ein. Noch im gleichen Jahr entsteht die Broschüre „Kultur und Freizeit in Erlangen“ mit einer Bestands-aufnahme der Erlanger Amateurkultur.

Eine Empfehlung des Deutschen Städtetages vom Frühjahr 1977 bringt den Anstoß für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Kulturamt und Vereinen. Den Städten wird darin ans Herz gelegt „sich nicht nur um das Wohl-ergehen der institutionalisierten Profikultur zu kümmern, sondern auch die zarten Gewächse bürgerlicher Amateurkultur zum Gedeihen zu bringen.“ In der Folge entstehen heftige grundsätzlichen Diskussionen um die Organisation der Amateurkultur bis sich 1980 ein „vereinter“ Stadtverband herausbildete mit Hans-Bernhard Nordhoff als Vorsitzenden. Zu dem Zeitpunkt gehören 63 Gruppierungen dem Verband an.

Die 1980er Jahre – der Stadtverband wird zur festen Größe im Stadtgeschehen

Mit Beginn der 1980er Jahre werden gemeinsame Treffen organisiert, um das Verständnis und die Kommunikation der Vereine untereinander zu fördern. Das Jahrzehnt ist geprägt von der Mitwirkung und auch Eigen-organisation größerer Veranstaltungen wie „Begegnung mit Skandinavien“, „Begegnung mit Ungarn“, „Frühling in der Stadt“, „Bay. Landesmusikfest“, „Kunst und Kultur aus der Region“, Historisches Stadtspiel „300 Jahre Hugenotten in Erlangen“, „Festival der Erlanger Kulturvereine“, „Spectaculum“ zur Eröffnung der Fußgängerzone, „Tag der Vereine“ zusammen mit dem Sport-Stadtverband.

Zum festen Bestandteil der Verbandsarbeit werden bedeutende Beiträge zur Förderung der Städtepartnerschaften mit der Betreuung ausländischer Gruppen bei Gast-spielen in Erlangen und umgekehrt mit Beiträgen in den Partnerstädten wie beispielsweise „Erlanger Kulturtage in Wladimir“, Reise im Sonderzug zum 25-jährigen Partnerschaftsjubiläum mit Eskilstuna/Schweden oder Entwicklung intensiver Beziehungen zu Vereinen in Jena nach dem Mauerfall 1989.

Neben diesen besonderen Highlights gibt es aber auch immer die weniger spektakulären Veranstaltungen, Weiterbildungsseminare für Vereinsvorstände, Lobbyarbeit zu Gunsten der Mitgliedsvereine. „Aktiv sein im Verein“ wird zum durchschlagen-den Motto des Stadtverbandes eingeführt.

Als Hans-Bernhard Nordhoff im Frühjahr 1986 zum Kulturreferenten in Kassel berufen wird, folgt ihm Karl Heinz Lindner im Vorsitz nach, der seit 1982 bereits die Geschäftsführung besorgt.

Die 1990er Jahre – Ausbau der aktiven Rolle in Städtepartnerschaften

Nach dem Fall der Mauer im November 1989 sind die ersten Jahre des Jahrzehnts geprägt von intensiven Kontakten unter Vereinen von hüben und drüben, die der Stadtverband mit zwei Busfahrten nach Jena mit eingefädelt hat. Später werden die Bürgerreisen zum Tag der deutschen Einheit organisiert, die im jährlichen Wechsel in Jena und Erlangen stattfinden. Feierlichkeiten in der Partnerschaft mit Wladimir werden im großen Stil in Rußland begangen und sind bei den Beteiligten noch heute nachhaltig im Gedächtnis. Umgekehrt wird die Kulturszene in Erlangen durch den Besuch zahlreicher Musik-, Theater- und Folkloregruppen bereichert.

„Weihnachten international“ nutzen ausländische Vereine, um Gesänge, Musik, Brauchtum und Speisen ihrer Länder vor-zustellen. Die Einführung der verkaufsoffenen Sonntage „Erlanger Frühling“ und „Erlanger Herbst“ werden genutzt, um den Vereinen die Präsentation ihrer Tätigkeiten einem breiten Publikum darzubieten. Verschiedene Wohltätigkeits-Veranstaltungen bieten den Vereinen Auftrittsmöglichkeiten und der Erlös kommt Projekten in Partnerstädten zugute. Die Sonnwendfeier an der Wöhrmühle wird zum Anziehungs-punkt für Jung und Alt, in späteren Jahren jeweils mit Bezug zu einem internationalen Gastland.

Im Innenleben des Verbandes wird mit dem „VereinsMeier“ die Kommunikation zu den Mitgliedsvereinen intensiviert. Herbert Hummich löst 1997 Karl Heinz Lindner im Vorsitz ab. Mit dem Projekttag „Schulen & Vereine“ soll der Nachwuchs auf die Vereine aufmerksam werden.

Im 21. Jahrhundert: „1000 Jahre ER“, Redoutensaal-Nutzung, Kultur- Empfang und Tagesfahrten

Bei der Ausgestaltung des Stadtjubiläums „1000 Jahre Erlangen“ bringen sich zahlreiche Mitgliedsvereine aktiv ein. Der Verband organisiert den großen Festumzug mit.

Um den Redoutensaal für die Vereine wieder erschwinglich zu machen, beschließt der Stadtrat, die Mietkosten für Kulturvereine zu bezuschussen und überträgt dem Stadtverband die Verwaltung des entsprechenden Treuhandkontos. Das Konzept geht auf, der Saal wird deutlich häufiger genutzt seitdem. Mit der Teilnahme einer Fußgruppe am Brucker Faschingszug wird jährlich ein aktuelles Kultur-Thema „aufgespießt“.

Nach zehnjähriger Vorsitzenden-Tätigkeit gibt Herbert Hummich das Amt 2007 ab. Sein Vorgänger Karl Heinz Lindner entschließt sich nochmal für den Vorsitz. Es wird der Kultur-Jahresempfang eingeführt und das Fischessen am Aschermittwoch. Um die Kulturschaffenden stärker zusammen zu bringen organisiert der Verband Tagesfahrten zu günstigen Preisen, die gut angenommen werden – 2009 sogar eine Dampfbahnfahrt in der Fränkischen Schweiz.

Karl Heinz Lindner gibt Anfang 2012 die Leitung des Verbandes aus gesundheitlichen Gründen ab. Gerd Worm wird zum neuen Vorsitzenden gewählt und im Museumswinkel eine Geschäftsstelle eingerichtet. Die Aktivitäten der Kulturvereine beim „Erlanger Frühling“ ziehen vom Marktplatz auf den Neustädter Kirchenplatz um und entwickeln sich dort zum Publikumsrenner.

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